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walkabout-japan
Tag 15
Die "Geier" warten schon
GPS: N 32°, 23.725' E 131°, 37.971'
Ort: Hyuga
Etmal: 20 km
Total: 338 km
Als ich heute Nacht beim "LKW-Zählen" anstelle von "Schäfchen
zählen" bei 23.473 1/2 (der ist gerade schon halb vorbeigewesen)
angelangt bin, fängt es an zu regnen. Damit ist die Entscheidung
gefallen: keine Berge auf Kyushu, und ich schlafe augenblicklich
ein. Weil es gestern abhärtetechnisch an der Route Nr. 10
so "schön" gewesen ist, mache ich heute gleich 20 km. Leider
gibt es keine Alternative. Diese Straße wird mich jetzt (keine
Berge) die 70 km nach Saiki begleiten (Würg!). Die Stadt Hyuga
geht lückenlos in die nächste über: Nabeoka und dazu wird
sie auch noch vierspurig, man gönnt sich ja sonst nichts.
Mir wird eigentlich jetzt erst beinhart bewusst, was wir uns
mit dem Verkehr antun...! Einmal kreisen drei Bussarde über
dem Highway, bezeichnend.. die "Geier" warten schon, hoffentlich
nicht auf mich. Mit rußigem Gesicht und Beinen und einer latenten
Kohlenmonoxidvergiftung erreiche ich meinen "letzten Strand"
auf Kyushu, wo ich campe. Als ich mich da so abquäle und meine
stinkenden Klamotten am Strand wasche, kommen immer mehr Kinder,
die voller Neugierde den zeltenden Wanderer bestaunen und
mich Japanisch lehren. Andere "gassiführende" Bewohner dieser
herrlichen Bucht sind nicht minder interessiert. Mit einem
habe ich mich über die Vorzüge einer solchen Bucht mit Fischereihafen
in Korrelation zu Sashimi unterhalten. Kurz vor dem Dunkelwerden
kommt er vorbei und bringt mir ein Drei-Gänge-Mal einfach
so und verschwindet grinsend wieder. Maguro-Sashimi (Dunkelroter
Tunfisch roh), gekochte Riesengarnelen und eine Platte mit
Udon (Hmmm... feinste Sachen in Brühe gedünstete Pilze, Eier,
Fleisch, Süßkartoffeln, Agar...). Unglaublich!
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