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walkabout-japan
Tag 21
Tempelbenutzung und Delle im Universum repariert!
GPS: N 32°, 58.908' E 132°, 57.035'
Ort. Nakamura
Etmal: 17 km
Total: 466 km
Ja also, als ich die von mir verursachte Delle im Universum
, die das schwere Erdbeben auf Kyushu verursacht hat, ausgedengelt
habe, hat es einen Riß im Himmel gegeben, aus dem es einfach
u-n-g-l-a-u-b-l-i-c-h wie aus Kübeln schüttet. Bevor ich noch
mehr kaputt mache, hier eine Anleitung zum Beten in einem
Tempel: Man nähert sich zunächst vorsichtig, ehrfurchtsvoll
und leise, da die gesamte Erscheinung des Tempels Erhabenheit
ausstrahlt. Dann wirft man ein paar Geldmünzen in eine meist
riesige Holztruhe (keine Angst, die übersieht man nicht).
Egal wieviel: Buddah ist da nicht so pingelig wie die Kirche,
wo es für alles einen Gebührenkatalog gibt. Allerdings auch
hier: Ohne Moos nix los. Hinter dem Kasten mit dem Geld hängt
meistens ein dicker Tampen herunter. Den muss man schütteln,
denn oben dran ist eine Glocke oder Schelle, damit Er wach
wird. Er ist nämlich immer ziemlich müde, weil die Menschen
soviel Mist bauen und muss sich ganz viel ausruhen. So! Dann
verbeugt man sich höflich zwei Mal. Ja das ist so! Und dann
klatscht man zwei Mal in die Hände, weil Er wach ist und eure
Aufmerksamkeit hat. (Applaus oder so!). Nun darf gebetet werden,
dafür gibt es hier auch keine Vorschrift! Wenn man fertig
ist, verbeugt man sich wieder höflich zwei Mal und zieht sich
vorsichtig rückwärts zurück (Ihm dabei nicht den Rücken zu
kehren, denn dann ist er sauer). Jetzt könnt ihr euch ausruhen
und Ihn machen lassen. (Hoffentlich repariert er den Riss,
soviel Regen nervt!)
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