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Tag 25
"Omatown"

GPS: N 33°, 23.139' E 133°, 16.517'
Ort: Sasuka
Etmal: 24 km
Total: 559 km
Nachdem der eisige Morgen in einen warmen, sonnigen Tag übergegangen ist, kann ich auch endlich die nervige Hauptstraße verlassen und eine wenig befahrene Landstraße entlang des Meeres nehmen. Die plötzliche Stille und Idylle
nach dem Verkehrsterror ist himmlisch.
Winzige Fischerdörfer gehen ineinander über, und an der Wasserlinie tummeln sich jede Menge Menschen, die mit Harken, Haken, Schaufeln und Hämmern das Watt und die Klippen bearbeiten, um Herzmuscheln, Austern und
Schnecken zu sammeln. Die meisten von ihnen sind steinalte Omas, die unglaublich winzig sind und manchmal so krumme Rücken haben, dass sie fast aussehen wie ein Fragezeichen. Aber sie sind immer gut drauf und zeigen stolz mit einem verschmitzten zahnlosen Lächeln ihren "Fang", ehe sie mit
ihren Gehhilfen davon zockeln.
Ich zelte in einem Hafen vor Kochi, den Namen kann ich
wieder nicht lesen: Ein Kanji sieht aus wie ein Plus/Minus,
das andere wie Mikado nach einem Erdbeben.


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