walkabout-japan
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Tag 32
Mann-oh-mann (creatives crying in the dark)

GPS: N 33°, 48.025' E 134°, 19.447'
Höhe: 235 m
Ort: Unheimliche Pampa
Etmal: 20 km
Total : 714 km
Wie das so ist, wenn man(n) nicht mehr kann und rechts
neben der Straße der Bergwald mit 70° Steigung in die Unheimlichkeit hochgeht, links 4m Betonwand nach unten in
den "Silbersee" abfällt! Ein Flecken, 5qm, gerade so groß, dass mein sargähnliches Zelt darauf passt. Da stehen zwar 2 verlassene Häuser - sogar offen und mit Tatamis, aber hm -
wer weiß, welche Geschichte die haben... unheimlich
jedenfalls. 6 km in jede Richtung Nichts! Kein UKW-Radioempfang, kein Handy und ab 18 Uhr auch kein Auto
mehr! Also: Essen fassen, Kerze an und Entspannen.
Ich muss wohl eingedöst sein - ist schon dunkel - als hinter mir aus dem Wald polternd ein Fels durch den Bambuswald
kommt und auf die Straße knallt! Mann, bin ich was von wach; Bärensensibilisiert wie ich seit Sibirien bin Was dann kommt, lässt mir zwar die Haare zu Berge stehen, aber Angst ist abgeblasen - kein Bär! Das Geräusch ähnelt einem trötenden Wimmern, wie Pergament über einen Kamm gezogen und darauf Musik gemacht. Also ganz eindeutig Kaiserpinguin, sinniere ich. "Geht nicht" kommt zurück aus dem Hirn!
Da sich das alles nicht ganz so groß anhört, sehe ich doch einmal mit Taschenlampe nach. Gaaaanz großer Fehler! Klacken, klötern und extrem lautes Pfeifen - von überall!
Oha, da gehe ich doch lieber wieder ins Zelt! So geht das endlos weiter. Irgendwann blöckt ein Uhu-Teil über mir in den Bäumen. Ich bin soweit, eines der Häuser aufzusuchen, aber dann bin ich vorher doch eingeschlafen. Als ich wieder wach werde, ist es schon hell, sogar die Tafeln Schokolade sind
noch da! Hm, zumindest weiß ich jetzt, warum die Häuser verlassen sind.
Kaiserpinguine in Japan...?


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