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Tag 78
Chokai-san

GPS: N 38°, 42.419'
E 139°, 40.156'
Ort: Sanze
Etmal: 29 km
Total: 1838 km
Irgendwann wird es heute ganz sicher regnen, so wie der Himmel beim Frühstück mit reisgefüllten "Nussecken", Calorie Mate, Weider Gelee-Engerie-Pack und Cola aussieht. Regenschwer. Entsprechend jogge ich auch mit Schenkelschmiß die Küstenstraße entlang und bewundere die zerrissene Lavastruktur der Felsen, in der sich winzige Dörfer verstecken. Fischer dümpeln in Nussschalen zwischen den Klippen und polken mit Sichtkästen und langen Stangen nach irgendetwas unter Wasser (wahrscheinlich Schnecken - alles dreht sich in Japan ums Essen. Lecker!).
Unterwegs treffe ich noch zwei MTB`ler aus Tokyo, die mir Speck und Hitzepflaster für den Rücken schenken (Ich muss ziemlich fertig aussehen...) Später hocken noch zwei
Fotografen aus Osaka am Straßenrand und versuchen, diesen Riesenberg mit Schnee im Dunst abzulichten - kaum eine Chance. (Die schenken mir nichts, Speck und Pflaster haben wohl geholfen!) In einer ziemlich herunter gekommenen "Sommerfrische" taucht die Straße in Sanddünen mit Kiefernwald ab, der bis nach Sakata hineinführt, mein Asyl.
Ein Park über dem Fluss in dem viele Greise dieses "Cross-Golf-Boßeln" spielen, ist mein Zuhause für heute Nacht. Um
die Ecke der Supamaketo mit viele Sushi und Sashimi und Gerichte mit nicht lesbaren Etiketten (Ich sammel alles ein! Egal!) Als das Zelt steht, fängt es an zuregnen. Glück gehabt, aber da sie hier an der Küste schon am 12.5. 117 % des normalen Mairegens gehabt haben, sollte echt langsam damit Schluß sein. Ich bin oft genug naß geworden!
Seit zwei Tagen laufe ich schon auf diesen mächtigen Schnee bedeckten Berg zu, endlich habe ich rausbekommen, wie der heißt: Chokai-san (2.236 m hoch): wunderbar unheimlich anzuschauen.


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