walkabout-japan
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walkabout-japan

Tag 80
Komische Sprache hier

GPS: N 39° , 08.132'
E 139° , 53.151'
Ort: Kosagawa
Etmal: 26 km
Total: 1893 km
Die Wolken sind komplett verschwunden, als ich wieder
auf dem Weg bin. Sonne pur, aber der Sturm ist geblieben.
Das Meer ist in Aufruhr. Die Straße die ich vorgestern an der Steilküste entlang gelaufen bin, ist heute gesperrt - wegen der Wellen! Zwei, drei Tage noch Küste, dann muss ich wieder in die Berge nach Aomori, und von dort ist es nur noch ein Katzensprung nach Hokkaido, der letzten 600 km-Etappe meiner Reise durch Japan. Die Landschaft hat sich komplett verändert: dunkle Kiefernwälder und Dünen an der Küste, und mehr Platz (oder weniger Menschen...).
Ein Flair von Kalifornien oder Dänemark, wenn man so will. Allerdings ist für mich die Sprache kaum noch zu verstehen.
Ist das noch Japanisch oder schon Ainu, die Sprache der fast einmal ausgerotteten Ureinwohner?
Manchmal habe ich das Gefühl ich unterhalte mich mit Chewbaka, dem Wookie aus "Krieg der Sterne"!
Kaum ein Wort verstehe ich mehr, dafür gibt es feine große Parks und leckerstes Essen, welches nur halb so teuer ist wie
in den "zivilisierten" Gebieten, wo man in der Regel noch nicht einmal weiß, dass es hier auch einen Shinkansen gibt. Jeder lebt in Japan in seiner eigenen "Seifenblase", was darüber hinaus geht, interessiert nicht, wird nicht einmal wahr genommen.


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